Hl Don Bosco

Turin, 1815 1888

Geboren wurde Giovanni Bosco am 15. August 1815 zu Becchi als Sohn armer Bauern. Seit dem neunten Lebensjahr visionär veranlagt, wurde er einer der größten Wundertäter  des letzten Jahrhunderts.  Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1841 (Don = Pfarrer) gründete er 1846 das Waisenhaus für verwahrloste  Knaben vom hl. Franz von Sales. Den von ihm gegründeten Orden der Salesianer zur Jugendbetreuung stellte er, wie all sein Tun und Lassen, unter den besonderen  Schutz der Muttergottes,  die ihm viel Schutz und Hilfe gewährte. Am 31. Jänner 1888 starb er in Turin und wurde „trotz seiner Prophetien“ von der Kirche heiliggesprochen.

Eine Heiligsprechung bestätigt nicht die Aussprüche einer Person (!), sondern nur das heroische Tugendstreben derselben und die Vollkommenheit in der Liebe. Don Bosco, der hervorragende Priester und Apostel der Jugend, hinterließ in seinen Tagebüchern zahlreiche Weissagungen, die aber (wegen  der Schilderung  der Zukunft  in düsteren  Farben)  von Rom geheimgehalten werden.  Was an die Öffentlichkeit drang, geben wir nach Salotte-Schlegel und Wiprecht von Groitsch wieder:

Die Zukunft von Kirche und  Papsttum

(30. Mai 1862)

„Stellt euch vor, ihr wäret mit mir am Meeresgestade, oder, noch besser, auf einer alleinstehenden Felsenklippe, und ihr sähet nur noch den Fleck Landes, der gerade unter euren Füßen liegt. Auf der ganzen Meeresoberfläche sieht man eine unzählige Menge von kampfbereiten Schiffen, deren Buge in eiserne Schnäbel von außerordentlicher Schärfe auslaufen und alle auf ein gemeinsames Ziel gerichtet sind. Wohin nun diese scharfen Spitzen aufstoßen, da verwunden und durchbohren sie alles. Diese Schiffe sind mit vielen Kanonen, mit ganzen Ladungen von Gewehren und anderen Waffen aller Art, mit Brennstoffen  und auch mit Büchern ausgerüstet,  und steuern auf ein Schiff, das stattlicher und höher ist als sie selber. Ihr Ziel besteht darin, dieses prächtige Hauptschiff mit den Schiffsschnäbeln  zu durchstoßen, es anzuzünden, jedenfalls aber ihm allen möglichen Schaden zuzufügen.

Jenes majestätische, in jeder Hinsicht wohlausgerüstete Schiff ist begleitet von vielen kleinen Schiffen. Diese empfangen von jenem die Kommandos und führen die nötigen Bewegungen  aus, um sich gegen die feindlichen Flotten zu verteidigen.  Der Wind ist ihnen entgegen, und das aufgeregte Meer scheint die Feinde zu begünstigen.

Mitten auf der unermeßlichen Meeresfläche erheben sich über den Wellen in geringer Entfernung voneinander zwei starke, sehr hohe Säulen. Auf der einen steht die Statue der unbefleckten Jungfrau, zu deren Füßen glänzt ein Schild mit der Aufschrift: „Hilfe der Christen!“ Auf der anderen, die viel höher und stärker ist, erblickt man eine Hostie von einer Größe, die der Säule entspricht, und darunter prangt in Riesenlettern die Aufschrift: „Heil der Gläubigen!“

Da der Oberbefehlshaber auf dem großen Schiff, der kein geringerer als der Bischof von Rom, also der Heilige Vater selber ist, die Wut der Feinde und die gefahrvolle Lage sieht, in der sich seine Gläubigen befinden, beschließt er, die Kapitäne der ihm unterstellten Schiffe zu versammeln, um über das, was nun zu tun ist, zu beraten. Alle Kapitäne begeben sich aufs Hauptschiff und vereinigen sich um den Papst. Sie halten Rat, aber da Wind und Wetter sich immer drohender gestalten, sind sie gezwungen, wieder auf ihre eigenen Schiffe zurückzukehren, um deren Führung zu übernehmen.

Als es ein wenig ruhig geworden ist, vereinigt der Papst zum zweiten Male die Kapitäne der einzelnen Schiffe um sich, während das Hauptschiff seinen Lauf fortsetzt. Aber wieder bricht der Sturm mit erneuter Gewalt los. Der Papst steht am Steuer, und seine Kräfte sind darauf gerichtet, sein Schiff zwischen jene zwei Säulen zu führen, von deren Höhe ringsum Anker und an Ketten befestigte Ankerhaken herunterhängen. Die feindlichen Schiffe eilen alle heran, um es anzugreifen, und sie versuchen alles, um es zum Stehen zu bringen und es zu versenken. Die einen kämpfen mit Büchern, Schriften und Brennstoffen,  mit denen sie angefüllt  sind und die sie an Bord des päpstlichen Schiffes zu werfen suchen; andere mit Kanonen, Gewehren und Schiffsschnäbeln . Der Kampf wird immer erbitterter. Die feindlichen Buge stoßen das Schiff des Papstes heftig, aber ihre ungestümen Angriffe bleiben erfolglos. Vergebens machen sie immer wieder neue Versuche, umsonst verschwenden sie Mühe und Munition: das große Schiff zieht sicher und frei auf seinem Wege dahin. Manchmal kommt es wohl vor, daß es, von fürchterlichen Stößen erschüttert, an seinen Planken einen breiten, tiefen Riß erhält. Aber kaum ist der Schaden verursacht, als auch schon von den zwei Säulen her ein Hauch weht und die Lecke sich schließen und die Löcher verstopft werden.

Indes zerplatzen  die Kanonen der Angreifer, die Flinten sowie alle anderen Waffen und die Schiffsschnäbel zerbrechen.  Viele Schiffe werden zertrümmert und ins Meer versenkt. Jetzt beginnen die wütenden Feinde mit kurzen Waffen zu kämpfen: mit den Händen, mit den Fäusten, mit Flüchen und Verwünschungen.

Da auf einmal fällt der Papst, schwer getroffen. Seine Umgebung eilt ihm sofort zu Hilfe und hebt ihn auf. Zum zweiten Male wird der Papst getroffen, er fällt von neuem und stirbt. Bei den Feinden erhebt sich Siegesund Freudengeschrei, von ihren Schiffen vernimmt man unbeschreiblichen Jubel. Allein, kaum ist der Papst tot, so tritt schon ein anderer Papst an seine Stelle. Die versammelten  Kapitäne haben ihn so schnell gewählt, daß die Todesnachricht des Papstes mit der Wahl seines Nachfolgers gleichzeitig bekannt wird. Nun schwindet den Gegnern der Mut.

Der neue Papst führt, jedes Hindernis überwindend und zerstreuend,  sein Schiff bis zu den zwei Säulen. In der Mitte zwischen  diesen angelangt,  befestigt er es mit einer am Vorderteil  herabhängenden Kette an einem Anker der Säule, auf welcher die Hostie steht, mit einer anderen, am Hinterteil herabhängenden Kette bindet er es auf der entgegengesetzten Seite an einen anderen  Anker,  welcher  an der Säule hängt,  auf der das Bild der unbefleckten Jungfrau thront.

Jetzt tritt ein großer Umschwung  ein. Alle Fahrzeuge, die bis dahin das päpstliche Schiff bekämpft hatten, fliehen, geraten in Verwirrung, stoßen aufeinander und bohren sich gegenseitig in den Grund. Einige Schiffe, die wacker auf seiten des Papstes gekämpft haben, kommen als die ersten, um bei jenen Säulen vor Anker zu gehen.

Viele andere Schiffe, die sich aus Furcht vor der Schlacht zurückgezogen hatten, befinden sich in weiter Ferne und warten in klug beobachtender Stellung, bis die Trümmer aller unterlegenen Schiffe in den Wellen des Meeres verschwinden. Dann fassen auch sie Mut und nehmen ihren Lauf jenen Säulen zu. Dort angekommen, gehen auch sie vor Anker und bleiben dort ruhig und sicher zusammen mit dem Hauptschiff, auf dem der Papst sich befindet. Auf dem Meere herrscht jetzt große Ruhe.“

Lassen wir noch folgen, was Don Bosco selber zur Erklärung beigefügt hat. Nachdem er das Obige erzählt hatte, wandte er sich in seiner familiären Art an den anwesenden Don Rua, der später sein erster Nachfolger als Generaloberer der Salesianer wurde, und stellt an ihn die Frage: „Was denkst du von dieser Erzählung?“ Dieser erwiderte: „Mir scheint, das Schiff des Papstes sei die Kirche, deren Haupt er ist; die übrigen Schiffe sind die Menschen, das Meer ist diese Welt. Diejenigen, welche das große Schiff verteidigen, sind die dem Heiligen Stuhl treu ergebenen Söhne, die anderen sind seine Feinde, die mit allen möglichen Waffen die Kirche zu vernichten streben. Die zwei Säulen des Heiles scheinen mir die Andacht zur allerseligsten Jungfrau Maria und zum heiligsten Altarsakrament zu sein.“ „Du hast gut geantwortet“, sagte der Heilige, „nur ein Ausdruck bedarf der Verbesserung. Die Schiffe der Feinde sind die Verfolgungen. Äußerst schwierige Zeiten stehen der Kirche bevor. Was bis jetzt da war, ist fast nichts im Vergleich zu dem, was kommen muß. Die Feinde der Kirche werden versinnbildlicht durch die Schiffe, die das Hauptschiff, wenn es ihnen gelänge, in den Grund bohren möchten.“

Prophezeiung vom  5. Jänner 1870:

Im Archiv der Salesianer befinden sich mehrere Abschriften, darunter auch das Manuskript Don Boscos. Es trägt auf dem Kopf den Vermerk: „Wurde am 12. Februar 1870 dem Heiligen Vater mitgeteilt.“ Am Rande stehen Anmerkungen von der Hand Don Boscos selbst und am Ende einige Erläuterungen, sichtlich erst geschrieben oder diktiert und dann neuerdings von Don Bosco überprüft. Beide beleuchten und bestimmen die vorhergesagten Ereignisse, die sich kurz darauf zum großen Teil schon im deutschfranzösischen Krieg 1870/71 erfüllten, teilweise aber noch der Erfüllung harren und in die Zukunft weisen (Flucht des Papstes).

Anfang 1870 ahnte noch keiner den Ausbruch des Krieges (19. Juli 1870), den Sturz Napoleons III., die Aufhebung des Kirchenstaates und die Übergabe der Stadt Rom an ein freimaurerisches Regime. Der Papst wurde am 20. September 1870 der „Gefangene des Vatikan“.

Gott allein kann alles, kennt alles, sieht alles. Gott hat weder Vergangenheit noch Zukunft, sondern Ihm ist alles wie in einem einzigen Punkt gegenwärtig. Vor Gott gibt es nichts Verborgenes, noch gibt es bei Ihm Entfernung von Ort oder Person. Er allein kann in Seiner unendlichen Barmherzigkeit und zu Seinem Ruhme die zukünftigen Dinge dem Menschen offenbaren.

Am Vorabend von Epiphanie des laufenden Jahres 1870 entschwanden alle stofflichen Gegenstände der Kammer, und ich befand mich in der Betrachtung der übernatürlichen  Dinge. Es war eine Sache von kurzen Augenblicken, aber ich sah viel. Obschon der Gestalt nach, dem Anschein nach sinnlich wahrnehmbar, kann man sie doch nur mit großer Schwierigkeit anderen durch äußere und vorstellbare Zeichen mitteilen.

Doch siehe, ein großer Krieger aus dem Norden trägt ein Banner, und auf der Rechten,  die es hält, steht geschrieben:  Unwiderstehliche Hand des Herrn (Der kommende  große Monarch?).  In jenem Augenblick  ging ihm der ehrwürdige  Greis  von  Latium  entgegen,  indem  er eine  brennende Fackel  schwang.  Darauf  entfaltete  sich  das  Banner,  und  nachdem  es schwarz  gewesen,  wurde es weiß wie Schnee.  In der Mitte des Banners stand in Goldbuchstaben der Name dessen geschrieben,  der alles kann. Der Krieger mit den Seinen machte dem Greis eine tiefe Verbeugung,  und sie drückten sich die Hand.

Stimme des Himmels an den Hirten:

Du bist auf der großen Beratung mit deinen Beisitzern (den Bischöfen), aber der Feind des Guten ist keinen Augenblick in Ruhe: er ersinnt und übt alle Künste gegen dich. Er wird Zwietracht unter deine Beisitzer säen; er wird Feinde unter Meinen Söhnen erwecken. Die Mächte des Diesseits werden Feuer speien und möchten, daß die Worte in der Kehle der Hüter Meines Gesetzes erstickt würden. Dies wird nicht sein. Sie werden Übles tun, Übles sich selbst. Du eile dich! Wenn sich die Schwierigkeiten nicht lösen, mögen sie durchhauen werden. Wirst du in Bedrängnis sein, dann halte dich nicht auf, sondern fahre fort, bis das Haupt der Hydra des Irrtums erschlagen ist. Dieser Schlag wird die Erde und die Hölle erbeben machen, die Welt aber wird beruhigt werden, und alle Guten werden jubeln. Sammle also um dich zwei Helfer, wohin du auch gehst, fahre fort und beende das Werk, das dir anvertraut wurde. Die Tage eilen schnell, deine Jahre schreiten der vorbestimmten Zahl entgegen; aber die Große Königin wird immer deine Hilfe sein, und wie in den vergangenen Zeiten wird sie auch in Zukunft immer der gewaltige und einzigartige Schutz der Kirche sein. Aber du, Italien, Land der Segnungen, wer hat dich verführt..? Sag nicht, die Feinde, sondern deine Freunde. Hörst du nicht, daß deine Kinder nach dem Brot des Glaubens verlangen und niemanden finden, der es ihnen bricht? Was werde Ich tun? Ich werde die Hirten schlagen und die Herde zerstreuen, damit die auf dem Lehrstuhl des Moses Sitzenden wieder gute Weideplätze suchen und die Herde gelehrig zuhöre und sich nähre. Auf der Herde und auf den Hirten wird Meine Hand schwer liegen.

Die Teuerung, die Pest, der Krieg werden machen, daß die Mütter das Blut der Söhne und der in fremdem Land verstorbenen Gatten beweinen.

Und mit dir, o Rom, was wird sein? Undankbares Rom, verweichlichtes Rom, stolzes Rom! Du bist so weit gekommen, daß du nichts anderes suchst, noch anderes bewunderst als den Luxus, indem du vergißt, daß dein und sein Ruhm auf Golgatha ist…

Rom..! Viermal werde Ich zu dir kommen!
Beim erstenmal werde ich deine Ländereien und die Bewohner erschlagen (September 1870). Beim zweitenmal werde Ich den Greuel der Verwüstung bis an deine Mauern tragen (1944). Öffnest du die Augen noch nicht? Ich werde das dritte Mal kommen, werde die Verteidigungswerke und die Verteidiger niederschlagen, und an die Stelle der Herrschaft des Vaters wird das  Reich  des  Schreckens,  des  Entsetzens  und  der  Verzweiflung  treten

(wahrscheinlich  erst in Zukunft, wenn die Revolution in Italien vor dem Dritten Weltgeschehen entfesselt wird). Meine Weisen fliehen. Mein Gesetz wird noch immer mit Füßen getreten, daher werde Ich die vierte Heimsuchung bewirken. Wehe dir, wenn Mein Ge-

setz dir noch ein eitler Name sein wird! Bei den Gelehrten und Unwissenden werden Übertretungen vorkommen. Dein Blut und das Blut deiner Söhne wird die Flecken abwischen, die du dem Gesetz deines Gottes zufügst.

Der Krieg, die Pest, der Hunger sind die Geißeln, mit denen der Hochmut und die Bosheit der Menschen erschlagen werden. Wo, ihr Reichen, sind eure Herrlichkeiten, eure Villen, eure Paläste? Sie sind zum Kehricht der Plätze und Straßen geworden!

Aber ihr, o Priester, weshalb eilt ihr nicht, zu weinen zwischen dem Vorhof und dem Altar, indem ihr um die Einstellung der Geißel bittet? Weshalb nehmt ihr den Schild des Glaubens nicht und geht nicht über die Dächer, in die Häuser, auf die Straßen und auf die Plätze, an jeden selbst unzugänglichen Ort, um den Samen Meines Wortes zu bringen?

Wisset ihr nicht, daß dies das schreckliche, zweischneidige Schwert ist, das Meine Feinde niederwirft und den Zorn Gottes und der Menschen zerbricht? Die Macht des Herrn ist in Seinen Händen; Er zerstreut wie Nebel Seine Feinde. Er bekleidet  von neuem  den ehrwürdigen Greis mit allen seinen alten Gewändern.

Noch ein heftiger Sturm wird kommen.

Die Bosheit ist vollendet, die Sünde wird zu Ende sein, und ehe zwei Vollmonde des Blütenmonats (März, oder April, oder Mai!) vergehen, wird der Regenbogen des Friedens auf der Erde erscheinen. Der große Diener wird die Braut seines Königs (die Kirche) zum Fest gekleidet sehen.

Auf der ganzen Welt wird eine so leuchtende Sonne (geistig erschaut) erscheinen, wie sie seit den Flammen des Abendmahlsaales bis heute nie mehr gesehen wurde und bis zum letzten Tage nicht mehr gesehen werden wird.
Vision unserer Zukunft vom  Mai 1873

(Don Bosco)

Es war  eine  dunkle  Nacht  (geistige  Verwirrungen),  die  Menschen  vermochten nicht mehr zu unterscheiden,  welcher der einzuschlagende  Weg sei, um an ihre Orte zurückzukehren, als am Himmel  ein herrlich  glänzendes Licht erschien,  das die Schritte  der Wanderer  wie am Mittag erhellte. In jenem Augenblick  wurde eine Menge Männer,  Frauen, Greise, Kinder, Mönche, Nonnen und Priester mit dem Papst an der Spitze aus dem Vatikan kommen und sich zur Prozession formen gesehen.

Aber siehe: ein wütender Sturm. Indem jenes Licht ziemlich verdunkelt wurde, schien sich eine Schlacht zwischen dem Licht und der Finsternis  zu entwickeln. Inzwischen kam man zu einem mit Toten und Verwundeten bedeckten Platz, von denen mehrere mit lauter Stimme um Stärkung baten. Die Reihen der Prozession lichteten sich sehr. Nachdem sie ein Stück weit gegangen,  das  zweihundert  Sonnenaufgängen  (=  200 Tage)  entspricht,  gewahrte jeder, daß er (der Papst?) nicht mehr in Rom war. Verzagtheit ergriff die Seelen aller, und sie scharten sich um den Papst, um seine Person zu schützen und ihm in seinen Nöten beizustehen.

In jenem Augenblick  wurden zwei Engel gesehen, die ein Banner trugen und es dem Papst überreichten,  wobei sie sprachen: „Empfange  das Banner derjenigen, die die stärksten Heere der Erde schlägt und zerstreut. Deine Feinde sind verschwunden, deine Söhne rufen mit Tränen und Seufzern nach deiner Rückkehr.“

Richtete man dann den Blick auf das Banner, so sah man auf einer Seite geschrieben: Regina sine labe concepta (Königin ohne Sünde empfangen), und auf der anderen: Auxilium Christianorum (Hilfe der Christen).

Der Papst ergriff  mit Freude  das Banner,  aber als er die kleine Zahl derer betrachtete,  die um ihn geblieben  waren, wurde er sehr betrübt.

Die  beiden  Engel  sagten  hierauf:  „Gehe  sofort  deine  Kinder  trösten! Schreibe an deine in den verschiedensten Teilen der Welt verstreuten Brüder, daß eine Reform in den Sitten der Menschen notwendig ist. Dies läßt sich nicht anders erreichen, als indem man dem Volke das Brot des göttlichen Wortes  bricht. Unterweiset  die Kinder,  predigt die Loslösung  von den irdischen Dingen.

Es ist die Zeit gekommen“, so schlossen die beiden Engel, „daß die Armen den Völkern Verkünder des Evangeliums werden. Die Leviten werden von der Hacke, vom Spaten und vom Hammer genommen (geistliche Berufe vom Arbeiter und Bauernstande),  damit sich die Worte Davids erfüllen:

Gott hat den Armen von der Erde erhöht, um ihn auf den Thron der Fürsten seines Volkes zu setzen.“

Nachdem der Papst dies gehört, machte er sich auf, und die Reihen der Prozession begannen sich zu verstärken. Als er dann die Heilige Stadt betrat, begann er zu weinen über die Verzagtheit, in der sich die Bürger befanden, deren viele nicht mehr waren. Nachdem er wieder in Sankt Peter eingetreten, stimmte er das Te Deum an, worauf ein Chor von Engeln singend antwortete: „Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis.“ Als der Gesang beendet war, hörte die Dunkelheit ganz auf, und es zeigte sich eine herrlich glänzende Sonne (eine neue gerechte Ordnung nach dem Dritten Weltgeschehen).

Die Städte, die Orte, das Land war an Bevölkerung verringert; die Erde war zerstampft wie von einem Gewitter, von einem Wolkenbruch und vom Hagel, und die Leute gingen einander entgegen und sagten ergriffenen Gemütes: „Das ist der Gott Israels.“

Vom Beginn des Exils (des Papstes) bis zum Gesang des Te Deum erhob sich die Sonne zweihundertmal. Die ganze Zeit, die in der Erfüllung jener Dinge verstrich, entspricht vierhundert Sonnenaufgängen.“

Wehe Rom!

„Die Zeit ist da, in der das Gericht beim Haus Gottes beginnt“ (1 Petr 4, 17) oder wie es beim Propheten Ezechiel heißt: „Geht durch die Stadt und erschlagt alle … mit Ausnahme derer, die das Tau (Kreuz-Zeichen) auf ihrer Stirne tragen! Und machet den Anfang bei Meinem Heiligtum!“ (Ez 9, 4-7).

Rom, das Zentrum  der Christenheit,  ist heute mit seinen „Schriftgelehrten und Pharisäern“  genauso wie die damalige eingebildete  Synagoge in Jerusalem, so daß es seine Salzkraft verlor und ausgespien wird. Deshalb wird das große Gottesgericht  über die verdorbene Welt in Rom durch eine Revolution  beginnen,  und die Priester werden in Italien zu Tausenden abgeschlachtet werden.

Wie einst das uneinsichtige und verstockte Jerusalem zur Zeit Jesu, das sich auf seine Väter und Propheten berief und auf den ewig währenden Bund mit Gott, trotzdem zerstört wurde, so wird auch das „christliche Rom“ wegen der Unbußfertigkeit der Priester, wegen der Irrlehren, die es toleriert, und wegen der Verfolgung der Glaubenstreuen, Untergang und Zerstörung erdulden.

(Offb 6, 1-8; 13, 7 Flucht des Papstes; 6, 9-11; 14, 14-20)
Zwei Feldpostbriefe   vom August 1914

Ein Herr Andreas Rill, der im August 1914 Im Elsaß stand, teilte den Angehörigen daheim in zwei Feldpostbriefen  mit, daß sie südlich von Metz einen „spinnenden“ Zivilisten gefangen hätten, und der hätte allerhand prophezeit.

Es muß beachtet werden, daß der berichtende Briefschreiber manche Sätze ungenau und in anderer Reihenfolge wiedergibt.

Das Buch von Wolfgang Johannes Bekh, „Bayrische  Hellseher“  (1976, Verlag W. Ludwig, Pfaffenhofen) bringt sogar eine Photokopie der Briefe (Seite 113).

Rill schrieb am 24. August 1914: „Dieser Krieg ist für Deutschland verloren (während noch alle an einen raschen Sieg glaubten!), dann kommt Revolution, aber kommt nicht recht zum Ausbruch, denn einer geht und der andere kommt. Und reich werden wir; alles wird Millionär (Inflation), und soviel Geld gibt’s, daß man’s beim Fenster hinauswirft  und klaubt’s niemand mehr auf…

Nach dem Krieg kommt  ein Mann aus der niederen  Stufe (Hinweis  auf Hitler!),  und er macht alles gleich in Deutschland, und die Leute haben nichts mehr zu reden, und zwar mit einer Strenge, daß es uns das Wasser aus allen Fugen treibt.

Der nimmt den Leuten mehr, als er gibt, und straft die Leute entsetzlich, denn um diese Zeit verliert das Recht sein Recht, und es gibt viele Maulhelden  und Betrüger.  Die Leute  werden  wieder  ärmer,  ohne daß sie es merken. Jeden Tag gibt es neue Gesetze, und viele werden dadurch manches erleben oder gar sterben.

Die Zeit beginnt um 1932 und alles geht auf eines Mannes Diktat. Dann kommt die Zeit 1938. Völker  werden überfallen,  und es wird zum Krieg gerüstet.  Der Krieg endet schlecht für diesen Mann und seinen Anhang.

Es kommt die ganze Lumperei auf. Man soll in dieser Zeit kein Amt oder dergleichen annehmen.  Sachen  kommen  auf, unmenschlich. Die Leute werden  (nach dem Zweiten  Weltkrieg,  d. V.) sehr arm, und die Kleiderpracht hat aufgehört. Die Leute sind froh, wenn sie sich noch in Sandsäcke kleiden können.

Die Sieger bekommen auch nichts. Deutschland wird zerrissen, und ein neuer Mann tritt auf, der das neue Deutschland leitet und aufrichtet…

(Beim Dritten Weltgeschehen) … kommt Rußland und fällt über Deutschland her,  wird  aber  zurückgeschlagen, weil  die Natur  eingreift. Da wird in Süddeutschland ein Platz sein, wo das Ereignis eintritt. Später kommen die Leute aus aller Welt, um das anzuschauen.

Der Papst wird dann beim Friedensschluß dabei sein. Zuvor aber muß er fliehen, da er als Verräter hingestellt wird. Er kommt nach Köln, wo er nur mehr einen Trümmerhaufen findet, alles ist kaputt.“

Der Briefschreiber fährt dann in einem Feldpostbrief von 1914 fort: Wir sagten, der hat’s doch nicht recht oder er spinnt.  Ihr werdet darüber  lachen,  denn das ist doch nicht zu glauben. Der Mann  spricht  mehrere  Sprachen. Wir haben ihn ausgelacht, aber der Leutnant sprach  mit ihm die ganze  Nacht.  Und was der noch alles gesagt  hat, könnt ihr euch nicht denken.
Auszug aus dem zweiten Feldpostbrief  „Frankreich, den 30. August 1914

Die Menschen werden immer weiter ins Unglück getrieben und (werden) schlechter, und alles will nur Ware und Besitz haben.

Steht an der Jahreszahl  4 und 5, dann wird Deutschland von allen Seiten zusammengedrückt, und das zweite  Weltgeschehen ist zu Ende,  und der Mann verschwindet, und das Volk steht da und wird noch ausgeraubt…

Der Mann und das Zeichen  (Hackenkreuz) verschwinden, und niemand  weiß wohin, aber der Fluch im Inneren bleibt bestehen.

Die Leute sinken immer tiefer in der Moral und werden schlechter. Die Not wird noch viel größer und fordert viele Opfer.

Die Leute bedienen sich sogar mit allen möglichen Ausflüchten und Religionen, um die Schuld an dem teuflischen Verbrechen abzuwälzen. Aber es ist den Leuten alles gleich, denn der gute Mensch kann fast nicht mehr bestehen während dieser Zeit und wird verdrängt und vernichtet.

Dann erheben sich die Leute selbst gegeneinander, denn der Haß und der Neid wachsen  wie das Gras…

Und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein. Rußland überfällt den Süden Deutschlands. Aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen  wird gezeigt werden, daß ein Gott besteht, der diesem Geschehen  ein Ende macht. Um diese Zeit soll es furchtbar  zugehen,  und es soll den Menschen  nichts mehr helfen, denn diese Leute (die Kommunisten, die Roten) sind zu weit gegangen und kommen  nicht  mehr  zurück,  da  sie  die  Ermahnungen nicht  gehört  haben. Dann werden die Leute, die noch da sind, ruhig, und Angst und Schrecken wird unten  ihnen  weilen,  denn  jetzt haben  sie dann  Zeit, nachzudenken und gute Lehren zu ziehen, was sie vorher nicht gewollt haben…“

Wer weiß, ob wir bis dahin noch leben, und es ist ja nicht zu glauben. Ich schreibe das nur, damit Ihr seht, was er alles gesagt hat, und von den Kindern erlebt diese Zeit doch eines.

Beim dritten Geschehen soll Rußland in Deutschland einfallen, und die Berge sollen von Feuer speien und der Russe soll alles zurücklassen  an Kriegsgerät.  Bis zur Donau und zum Inn wird alles dem Erdboden gleichgemacht  und vernichtet.

Die Flüsse sind alle so seicht, daß man keine Brücken mehr braucht zum Hinübergehen. Von der Isar an wird den Leuten kein Leid geschehen, es wird nur Not und Elend hausen. Die schlechten Menschen werden zugrunde gehen, wie wenn es im Winter schneit, und auch die Religion wird ausgeputzt und gereinigt, aber die Kirche erhält den Siegestriumph (sagt er).

In Rußland werden alle Machthaber vernichtet, und die Leichen werden dort nicht mehr begraben und bleiben liegen. Hunger und Vernichtung ist im Lande zur Strafe für ihre Verbrechen.“

Nachher  werden  die  Menschen wie  die  Lämmer  „und  zufrieden  wie noch nie. Und mit dem Siegestraum ist es aus, und es ist wie ausgestorben in den Ländern.“

Quelle: http://kath-zdw.ch/maria/vergleichb.offenbarungen.html


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